Initiativen von Tupande Usambara Lushoto

 

 – Lokale SchneiderInnen-Initiative

Tupande Usambara Lushoto startete das Nähprojekt „Tupande Outfit“, das darauf abzielt, lokale SchneiderInnen durch Kreativität und Verbesserung ihrer Fähigkeiten unterstützt, zusätzliches Einkommen zu verdienen und somit der destruktiven Wettbewerbssituation zu entkommen. In Kooperation mit „Kwetu ni Kwenu“, der Partnerorganisation aus Österreich, werden neue Marktmöglichkeiten vermittelt, die Produkte beworben und Beratung und Anleitung bei der Verbesserung der Qualität angeboten.

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– Seeds & Beads – Perlen und traditionelles Kunsthandwerk (Initiative junger Künstler)

Die Idee des Projekts „Seeds & Beads“ entstand aus dem Anliegen, Perlenkunstwerk – das in der Geschichte Usambaras und umliegender Gegenden traditionell eine große Rolle spielte, aber die ihr zugrunde liegende Geschichte und das tief-spirituell-traditionelle Wissen darüber verloren ging – mit neuem Design zu verbinden und durch den Verkauf nicht nur neue, kreative Marktmöglichkeiten und Einkommen für junge Künstler zu schaffen, sondern auch Wissen und Bewussstsein über die Tradition und alte Kunst aus den Usambara Bergen wieder zu beleben.

 

– Handicrafts und Souvenirs-Initiative (Gruppe junger Frauen/Mütter)

Die Projektidee, einer kleinen Gruppe von jungen Müttern zu zusätzlichem Einkommen zu verhelfen, entwickelte sich zum Anliegen, ihnen auch nützliche, neue Fertigkeiten (Herstellung von Souvenirs, Produkte für den lokalen und den Tourismusmarkt, Recycling-Basteleien und ähnliches) zu vermitteln und das unregelmäßige Einkommen aus der Projektarbeit (weil abhängig von Aufträgen) zu einer kreativen und selbstständigen Arbeitsbeschaffung für die Frauen zu machen.

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– Traditionelle/ erfahrene KünstlerInnen und begabte NachwuchskünstlerInnen (Darstellende Kunst/Malerei und andere)

Erfahrende KünstlerInnen aus Usambara haben, obwohl sie ihr Handwerk/ihre Kunst schon langjährig ausüben, oft wenige Möglichkeiten ihre Werke zu bewerben und zu verkaufen. Außerdem besteht das große Interesse, begabten jungen KünstlerInnen Techniken beizubringen, neue Techniken von einander zu erlernen bzw. gänzlich neue kreative Produkte für den Verkauf in Lushoto herzustellen.

 

– Initiative der TouristenführerInnen aus dem Kulturell- und Ökologisch-nachhaltigen Tourismusprogramm von Tupande Usambara (junge Frauen und Männer):

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Die TouristenführerInnen aus dem Tourismusprogramm der Organisation werden darin angeleitet, sich stets neue, spezifische Kenntnisse über Geschichte, Kultur, Biodiversität/Umwelt, Landwirtschaft und vieles mehr anzueignen, um professionelle und attraktive Dienste für BesucherInnen anzubieten. Außerdem hat die Gruppe der jungen TouristenführerInnen eine Schlüsselfunktion als Vermittler und Brücke zwischen verschiedenen Kulturen und Generationen inne. Ihre Arbeit ist gleichzeitig ein großer Beitrag zur Bewusstseinsbildung in ihrer eigenen Gesellschaft sowie auch unter den BesucherInnen selbst.

 

– Kaffee-BäuerInnen und Bauern aus dem Partnerdorf Kwembago

Die Zusammenarbeit mit der Gruppe von Kaffee-Bauern und Bäuerinnen aus Kwembago ist seit Beginn 2014 intensiviert, da wir durch die Eröffnung eines kleinen „Coffee-Corner“ (Kaffee-A usschank) die lokale und direkte Vermarktung des Kaffee aus dem Dorf fördern möchten. Durch faire Preise und eine stete Abnahme ihres Kaffees können wir den BäuerInnen bessere Bedingungen bieten als sie durch den herkömmlichen Verkauf an die Kaffee-Großabnehmer haben. Durch das zusätzliche Einbinden in den Tourismusmarkt versuchen wir die Nachfrage kontinuierlich hoch zu halten und die Zusammenarbeit auch durch einen Besuch im Dorf („local coffee tour“) zu bewerben. Durch Trainings können wir mehr spezifisches Hintergrundwissen vermitteln sowie Qualität und Vermarktung verbessern, Praktiken des organischen Kaffeebaus (u.ä.) vermitteln.

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– TöpferInnen-Initiative aus dem Dorf Malomboi (Frauengruppe) und andere TöpferInnen aus der Zusammenarbeit mit Tupande:

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Das traditionelle Handwerk der Frauen aus Usambara wird noch vielerorts praktiziert. Die Verkaufsmöglichkeiten beschränken sich großteils nur auf den lokalen Markt, auf dem der Preis extrem niedrig ist und lokales Handwerk schlecht entlohnt wird. Durch die Produktion von spezifischen Produkten, die sich für den in- und ausländischen Markt eignen (z.b. Tonperlen, Souvenirs, etc.) können die Frauen ihr Handwerk kreativ weiterentwickeln und zusätzliches Einkommen erzielen. Zudem besteht das Ziel, eine nachhaltigere Form des Brennens zu entwickeln (Brennofen/ energiesparende Maßnahmen etc.). Dies sollte durch Workshops und Trainings angeleitet und vermittelt warden.

 

– KKMM-Kikundi cha Kutunza Mazingira Malomboi

(Umweltschutz- und Aufforstungsinitiative Malomboi): Diese Initiative wurde mit Beginn unseres Baumpflanzprojektes im Dorf gegründet und verfolgt weiterhin Baumpflanzaktionen und den Betrieb der kleinen Baumschule im Dorf. Durch erweiterte Einbeziehung der Gruppe können wir die Aufforstungsaktionen vor allem mit anderen Bereichen für Ressourcenschutz (Wasser/Boden/Landwirtschaft…) verbinden und Synergien (und Bewusstsein) schaffen.

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– Initiative der Landwirte/Landwirtinnen aus Malomboi

Der Großteil der Menschen aus Malomboi sind in landwirtschaftliche Tätigkeiten eingebunden und somit erreichen wir durch Aktivitäten im Bereich Landwirtschaft einen großen Teil der Bevölkerung. Erosion und Bodendegradierung kann durch gezielte Maßnahmen entgegengewirkt werden und Trainings und Workshops in den oben genannten Bereichen können die Lebens- und Umweltverhältnisse enorm verbessern.

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– Bewässerungsinitiative Malomboi

Durch die Einbeziehung der Bewässerungsinitiative aus dem Dorf Malomboi versuchen wir eine Brücke zu schlagen zwischen den verschiedenen Bereichen des Ressourcenmanagements. Das Anliegen der BäuerInnen, nachhaltig Wasserressourcen zu nützen und Terassierungsmaßnahmen mit dem Ausbau des Bewässerungssystem zu verbinden, ist dringlich. Die Gruppe besteht aus Landwirten, die höher gelegene Felder bebauen und große Wasserverluste sowie Bodendegradierung erfahren.

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– Grundschule Malomboi

Die Schule Malomboi ist seit längerem in Umweltschutzaktivitäten der Organisation eingebunden und die Zusammenarbeit wird stets intensiviert. Alle Projektaktivitäten sind auch als Angebot für SchülerInnen bzw. Lehrpersonal der Schule offen. Insbesondere ältere SchülerInnen und SchulabgängerInnen werden einbezogen, um den Transfer von wichtigem Wissen über Verbesserungsmöglichkeiten im Heimatdorf an junge Menschen, die im Dorf (im Bereich Landwirtschaft) aktiv werden, zu garantieren.

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